80 Prozent der Studierenden unterstützen die grundsätzlichen Ziele, die mit dem Bologna-Prozess verfolgt werden. Sie stehen der neuen Studienstruktur, die Folge des Bologna-Prozesses ist, aufgeschlossen gegenüber. Auch die angestrebte Förderung der Mobilität und die internationale Vergleichbarkeit von Abschlüssen wird positiv gesehen.
Studium als Mittel zum Zweck
Einem guten und zügigen Studienabschluss messen sie im Hinblick auf spätere Berufschancen eine hohe Bedeutung zu und sind daher insgesamt leistungsbereiter als Studierende in anderen Studiengängen und studieren daher effektiver. Gleichzeitig nimmt aber der Spaß am Studierendenleben und auch am Erkenntnisgewinn ab. Das Studium wird Mittel zum Zweck.
Zu einem hohen psychischem Druck führt die Tatsache, dass die Hochschulen den Zugang für Master-Studienplätze begrenzen können. Schon zu Beginn des Bachelor-Studiums sorgen sich die Studierenden, ob ihre Noten ausreichen, um einen angestrebten Master-Studienplatz zu erhalten. „Der Weg ins Studium erscheint vielen als nicht steuerbar“, sagte Bargel. Gleichzeitig ergab die Studie, dass Studierende nicht mehr Zeit für ihr Studium aufwenden als Studierende in anderen Abschlüssen. Der Druck ergibt sich nicht aus der zeitlichen Belastung, sondern aus der strengeren Reglementierung, den ständigen Prüfungen, der höheren Präsenzpflicht und eben aus der von Anfang an bestehendem Sorge um gute Noten.
Das Fazit: Auch wenn die Qualität der Abschlüsse und das Niveau der Ausbildung im Vergleich zu anderen Studiengängen nicht steigt, stehen Studierende in Bachelor-Studiengängen mehr unter Druck. Dieser resultiert aus der organisatorischen Ausrichtung der Studiengänge und ist somit unproduktiv.
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