Warum werden Jugendliche zu Amokläufern, und wie lassen sich die Taten verhindert? Ein neues Buch gibt überraschende Antworten Amok im Kopf

von Yannick Haan
Emsdetten, Erfurt, Winnenden und dann Ansbach – Amokläufe an deutschen Schulen sind längst keine Einzelfälle mehr. Jedes Mal steht die Gesellschaft unter Schock. Was in Deutschland ein recht neues Phänomen darstellt, ist in den USA bereits traurige Tradition. Peter Langman hat zehn Amokläufe an amerikanischen Schulen untersucht und kommt zu dem Schluss: Amokläufe können verhindert werden.

Der amerikanische Autor versucht in seinem Buch, das Unerklärliche zu erklären. Er geht der Frage nach: „Was bewegt Menschen dazu Amok zu laufen?“ Dazu hat der Amerikaner zehn Amokläufe in den USA untersucht. Dafür hat er bislang auch unveröffentlichte Quellen ausgewertet: Gesprächsprotokolle, Schulaufsätze und Tagebücher.

Langman kommt zu dem Schluss, dass ein Amoklauf nur dann passiert wenn mehrere Faktoren zusammen kommen. So reicht eine psychische Störung allein nicht aus. Hinzu kommen müssen beispielsweise auch eine ungeheure Wut auf die Gesellschaft und Defizite im sozialen Umfeld. So ist es sehr entscheidend ob der Jugendliche Freunde oder Lehrer hat denen er vertraut. Zudem zeigt der Autor: Jeder Amoklauf wird von langer  Hand geplant. Bisher gingen viele Beobachten und Experten davon aus, dass Amokläufe spontane Reaktionen sind.

Daher zieht Langman das Fazit: Amokläufe können verhindert werden. Vor jeder Tat gibt es klare Anzeichen. Der Autor versucht in seinem Buch die Menschen für das Thema zu sensibilisieren und möchte dazu beitragen, dass gefährdete Kinder und Jugendliche rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Ein Buch, das die Debatte um die Ursachen von Amokläufen und ihre Prävention verändern wird. Es geht weit über die Erklärungen der Medien kurz nach Amokläufen hinaus.

 

Peter Langman: Amok im Kopf. Warum Schüler töten. 1 Auflage, Beltz-Verlag, ISBN 978-3-407-85887-0, 19,95 Euro

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AutorIn: Yannick Haan  

falscher Name

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Ich finde diese Rezension zwar ansprechend geschrieben, jedoch macht es mich wahnsinnig, wenn man über jemanden schreibt und dann ständig den falschen Namen verwendet. Er heißt Langman, nicht Langmann!

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