Die diesjährigen Preise seien eine Auszeichnung für "Gerechtigkeit, Wahrheit und Engagement für den Frieden", verkündete die Jury bei der Bekanntgabe der Preisträger am Donnerstag in Stockholm.
Preisträger in diesem Jahr
Die Inderin Ruth Manorama wird für ihre Arbeit zur Förderung von Frauen in der Schicht der Unberührbaren geehrt, die keinen Platz im indischen Kastenwesen haben. Gewürdigt wird ebenfalls das Engagement des ehemaligen Pentagon-Mitarbeiters Daniel Ellsberg, der während des Vietnam-Kriegs geheime Dokumente an die Öffentlichkeit spielte. Damit habe er Frieden und Wahrheit an erste Stelle gesetzt, so das Komitee. Den Ehrenpreis erhält Whitaker Ferreira aus Brasilien für seinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit gewürdigt, "der die Demokratie in Brasilien gestärkt hat und die Geburt des Weltsozialforums gefördert hat".
Die insgesamt vier Preise sind umgerechnet mit zusammen 220.000 Euro dotiert. Sie werden am 8. Dezember im schwedischen Reichstag überreicht.
Vision einer humanitären Gesellschaft
Der Right Livelihood Award, hierzulande bekannt als „Alternativer Nobelpreis" wurde 1980 von dem deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uexküll gestiftet. Mit dem Preis werden Personen und Initiativen geehrt, die auf verschiedene Weise Lösungen für Probleme unserer Zeit erarbeiten. Alle Preisträger eint die Vision von einer humanitären Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung, das Bestreben, die Vielfalt und die Ressourcen unseres Planeten zu bewahren, sowie einer Ethik der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.
Quelle: AP
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