Der bisherige Standort der Willy-Brandt-Stiftung zählt bislang 200 000 Besucher. Er ist im Rathaus Schöneberg zu finden. Ein historisch bedeutender Ort. Doch „entlang der Linden wurde Geschichte geschrieben,“ so Thierse zum aktuellen Umzug. „Die Nähe zum Brandenburger Tor hätte Brandt gefreut. Dessen Durchschreitung war sein Lebenstraum. Hier können nicht nur Autohäuser und Banken stehen,“ scherzte der Kuratoriumsleiter. Sowohl von der historischen, als auch von der wirtschaftlichen Seite eignet sich der neue Standort bestens. Zahlreiche Touristen besichtigen das Brandenburger Tor und können nun direkt im Anschluss dem Stiftungshaus einen Besuch abstatten.
Ausstellung zu 60 Jahren Grundgesetzt
Die erste der bis 2012 geplanten Ausstellungen trägt den Titel „Einmischung erwünscht! 60 Jahre Grundgesetz“. Sie soll zeigen, dass das Grundgesetz kein Selbstzweck ist, sondern aktive Mithilfe erfordert. Das wird schon an den vielen Ausstellungsobjekten und Installationen deutlich, die den Besucher zur aktiven Teilnahme auffordern. „Das Grundgesetz ist unser wertvollstes Gut, ein historisches Werk, das auch nach 60 Jahren noch so beschützenswert ist wie am ersten Tag. Es ist ein Grundstein, der sich in den letzten 60 Jahren mehrfach als Fels in der Brandung erwiesen hat,“ beschrieb Thomas Krüger von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
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