Da hierzulande für junge Modeschöpfer mit einem knappen Budget aller Anfang schwer ist, um sich in der internationalen Modeszene zu etablieren, rief die renommierte Modeexpertin und Journalistin Claudia Carillon den Preis „German Fashion Film Award“ ins Leben. Das Ziel dieser aufgrund eines Beschlusses des Bundestages vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Initiative „Initiative Kultur- & Kreativwirtschaft der Bundesregierung“ geförderten Maßnahme ist es, die einheimische Modebranche zu stärken, um künftig nicht mehr nur von „made in Germany“, sondern auch von „created in Germany“ sprechen zu können. Nun durften sich erstmals alle bundesdeutschen Modeschöpfer bewerben, die seit mindestens zwei Jahren und höchstens acht Jahren im Berufsleben standen sowie eine eigene Kollektion entwarfen und verkauften.
Die siebenundsiebzig Teilnehmer hatten die Aufgabe, einen dreiminütigen Videofilm über den Stil und das Sortiment ihrer Marke einzusenden. Wettbewerbskategorien waren die Damenbekleidung, Herrenbekleidung und Accessoires. Die von einer internationalen Jury ausgewählten Sieger erhielten als Preise „Sponsorships“ für freie Stände auf internationalen Messen, Verkaufsmöglichkeiten in Läden sowie Geschenke wie hochwertige Nähmaschinen, Design-Computerprogramme, Schneiderpuppen, Garne und Knöpfe. Der „größte Preis“ war freilich die Zusammenstellung aller prämierten Beiträge auf einer DVD des beteiligten Ministeriums mit 40.000 Kopien, die von Botschaften der Bundesrepublik Deutschland sowie auf Messen und vielen Veranstaltungen in allen Kontinenten gezeigt wie auch an Einkäufer und Medien verteilt werden sollen.
Bei der Damenbekleidung siegten die Marken „potipoti“, „peppART“, „annette koelling“, „Julia Starp Modedesign“ und „Alan Han Koca“ in dieser Reihenfolge. Bei der Herrenbekleidung stachen die Marken „geppebba“, „Ucon Acrobatics“, „eva gronbach“, „DANIEL KROH ReCLOTHINGS“ und „CAROLA EULER“ hervor. Bei den Accessoires setzten sich die Marken „ENCORE“, „GRETCHEN“, „Glowybox“, „kvast berlin“ und „Wallrodt“ durch. Nach der Preisvergabe auf einer festlichen Veranstaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie am 5. Juli 2010 stellten die Sieger dort auf einer Modenschau im Rahmen der Veranstaltung „Einladung zum Staatsbesuch 2010“ am 21. August 2010 ihre Kollektionen einem breiten Publikum vor. Bei dieser Veranstaltung öffneten übrigens die obersten Bundesbehörden in Berlin für zwei Tage lang ihre Türen den politisch interessierten Staatsbürgern.
Zur Abrundung spielte die Musikgruppe „KLEE“ aus Köln auf. Bei dem sommerlichen Wetter waren ihre Lieder eine wohltuende Erfrischung. Die Sängerin Suzie Kerstgens dankte noch den anwesenden Gästen: „Es ist schön, daß Sie sich bei diesem Wetter für Politik interessieren und nicht am Wannsee herumliegen.“ Dem frohen Schaffen war auch die Aufschrift eines Kleides gewidmet: „Glück auf!“
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