Berliner SPD hat Plakatkampagne gestartet 500 Großflächenplakate für Nein beim Volksentscheid

Die Berliner SPD hat heute, Montag 6. April, ihre Plakatkampagne für ein Nein beim Volksentscheid am 26. April gestartet. Wie der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Michael Müller mitteilte, sind insgesamt 500 Großflächenplakate im gesamten Stadtgebiet zu sehen. Die ersten Tafeln wurden bereits am Morgen aufgestellt.

„Religion oder Ethik? Wir machen beides!“ lautet der Slogan auf den Plakaten. „Das ist unsere Botschaft“, so der SPD Landesvorsitzende Michael Müller. Die SPD wolle die Berlinerinnen und Berliner informieren, dass die Einführung eines Wahlpflichtfaches, wie Pro Reli es fordere, die Schüler zwinge, sich zwischen Ethik- und Religionsunterricht zu entscheiden. „Wir wollen das nicht, denn das ist keine Wahlfreiheit, sondern Wahlzwang“, so Müller weiter.

Auf den Plakaten ist eine typische Schulklassen-Situation zu sehen. Neben den Großflächen-Plakaten hat die SPD rund 30.000 Flyer gedruckt. Sie tragen das gleiche Motiv. Die Flugblätter werden SPD-Mitglieder in den kommenden Wochen bis zum Volksentscheid am 26. April verteilen.

 

(PM, Berliner SPD)
 

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Bundesland: Berlin  

Werteneutraler Nachtwächterstaat?

"Es ist nicht die Aufgabe des Staates Werte vorzugeben, sondern dies obliegt den unterschiedlichen religiösen bzw. weltanschaulichen Gemeinschaften."

Ich finde nicht, dass eine Gesellschaft es den Kirchen überlassen sollte, über Werte zu diskutieren. Diskussion über Werte wie Solidarität gehört in einen Ethik-Unterricht für alle Schüler - und ob der von der Initiative angedachte Reli-Unterricht diese integrative Arbeit leisten kann, wage ich zu bezweifeln.

Pro Reli

Bild von westfale78

Aus meiner Sicht finde ich das antiklerikale Verhalten der Berliner SPD bedenklich. Es ist nicht die Aufgabe des Staates Werte vorzugeben, sondern dies obliegt den unterschiedlichen religiösen bzw. weltanschaulichen Gemeinschaften.

Hier wird doch wieder nur das Fach "Staatsbürgerkunde" wiederbelebt.

Als Genosse und als Mitglied der GEW kann ich nur hoffen (und beten), dass Pro Reli siegt. Es ist doch offenkundig, dass die Schüler, die den Religionsunterricht besuchen eine Stunde extra an der Schule bleiben müssen. Eine krasse Benachteiligung!

Einfach unterste Schublade.

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