Folge der Wirtschaftskrise 3,258 Millionen weniger Jobs

von Vera Rosigkeit - 28.10.2009
Ein Jahr nach Ausbruch der Wirtschaftskrise hat jeder neunte sozialversicherte Beschäftigte seinen Job verloren. Trotz Kurzarbeit haben sich seit Oktober 2008 insgesamt 3,258 Mio. Menschen arbeitslos melden müssen, so das Ergebnis einer Kurzstudie des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Laut einer Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)  wurden bei Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im September 2008 noch 27,996 Mio. sozialversichert Beschäftigte gezählt. Trotz Kurzarbeit haben seitdem 11,6 Prozent ihren Job verloren.

Besonders betroffen waren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Verarbeitenden Gewerbe, da dieser Wirtschaftszweig sehr exportorientiert ist. Rund 460.000 Arbeitskräfte verloren ihren Job, 1,1 Millionen waren in Kurzarbeit beschäftigt. Im gleichen Zeitraum verloren 430.000 Leiharbeitskräfte ihren Job. Als weitere Branche folgt in der Studie der Handel mit ca. 360.000 Zugängen in die Arbeitslosigkeit.

Deutscher Kündigungsschutz längst kein Vorbild mehr

Das Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren und arbeitslos zu werden, ist groß, so das Fazit der Untersuchung. Und das trotz der weit verbreiteten Annahme vom vermeintlichen restriktiven Kündigungsschutz in Deutschland. Eine weitere „Aufweichung des Kündigungsschutzes“ würde die Unsicherheit für Beschäftigte und die Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt nochmals verstärken und betriebliche Auswahlprozesse zu Lasten schwächerer
Arbeitnehmergruppen verschärfen, so die Prognose. Dabei sei Deutschland beim Kündigungsschutz schon längst kein europäisches Vorbild mehr.
 

Quelle: www.dgb.de

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